Geschichte (Druckversion)
1462
In Frankfurt am Main wird die Hirsch-Apotheke eröffnet. Im 18. Jahrhundert gelangt sie in die Hände der Familie Fresenius.
1912
Der Apotheker und Inhaber der Hirsch-Apotheke, Dr. Eduard Fresenius, gründet das Pharmazie-Unternehmen Dr. E. Fresenius. Er erweitert das Apotheken-Laboratorium zu einem kleinen Produktionsbetrieb. Schwerpunkte der Fertigung sind Arzneispezialitäten wie Injektionslösungen, serologische Reagenzien und Bormelin-Nasensalbe.
1933/34
Die Produktionsfirma wird von der Hirsch-Apotheke in Frankfurt getrennt und nach Bad Homburg verlegt. Dr. Fresenius widmet sich verstärkt der Firma, die in den Folgejahren etwa 400 Mitarbeiter beschäftigt.
1946
Der überraschende Tod von Dr. Eduard Fresenius gefährdet die weitere Existenz von Apotheke und Produktionsbetrieb. Zu diesem Zeitpunkt arbeiten dort nur noch 30 Mitarbeiter.
1951
Else Kröner, die zu diesem Zeitpunkt noch Else Fernau heißt, übernimmt nach einem Pharmaziestudium die Verantwortung für Apotheke und Firma.
1955
Die Produktgruppe Infusionslösungen wird ausgebaut.
1966
Fresenius übernimmt den Vertrieb von Dialysegeräten und Dialysatoren verschiedener ausländischer Firmen und gewinnt bedeutende Marktanteile.
1974
Fresenius beginnt in St. Wendel, Saarland, mit der Herstellung von Infusionslösungen und medizinischen Kunststofferzeugnissen. Heute stellt Fresenius in St. Wendel modernste Polysulfon-Dialysatoren her.
1979
In einem neu erworbenen Werk in Schweinfurt beginnt die Produktion des Dialysegerätes A2008, das auf der Leipziger Messe mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wird.
1981
Fresenius wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
1983
Fresenius beginnt mit der Produktion von synthetischen Polysulfonfaser-Membranen für die Dialyse, die heute den Industrie-Qualitätsstandard bestimmen.
1986
Fresenius geht an die Börse: In Frankfurt wird die Fresenius-Vorzugsaktie eingeführt.
1990
Der Umsatz liegt erstmals über einer Milliarde Mark (1.030 Millionen). Fresenius beschäftigt 5.200 Mitarbeiter.
1996
Gründung von Fresenius Medical Care. Fresenius Medical Care ist heute der weltweit führende Anbieter von Dialyse-Produkten und Dialyse-Dienstleistungen.
1997
Fresenius nimmt in Friedberg/Hessen Europas modernste Infusionslösungsfabrik in Betrieb. Der Konzernumsatz beträgt rund 7,5 Milliarden Mark.
1998
Fresenius übernimmt das internationale Infusionsgeschäft von Pharmacia & Upjohn. Durch Verschmelzung mit dem Fresenius-Unternehmensbereich Pharma entsteht 1999 Fresenius Kabi (Ernährungs- und Infusionstherapie).
Umzug in die neue Konzernzentrale in Bad Homburg. Fresenius beschäftigt weltweit nahezu 39.000 Mitarbeiter.
1999
Fresenius Kabi (früher: Fresenius Pharma) und Fresenius ProServe (früher: Projekte & Service) werden eigenständige Unternehmensbereiche.
Bei Fresenius Medical Care läuft die 100.000ste Dialyse-Maschine vom Band.
2001
Fresenius übernimmt die Wittgensteiner Kliniken AG, einen der großen bundesweit tätigen privaten Krankenhausträger.
Fresenius erzielt als weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit mehr als 60.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 7,3 Milliarden Euro.
2003
Fresenius Medical Care produziert mehr als 50 Millionen künstliche Nieren (Dialysatoren) pro Jahr an Standorten in Europa, Asien und den USA.
2005
Fresenius erwirbt die HELIOS Kliniken Gruppe, die mit mehr als 18.000 Mitarbeitern und einem pro-forma Jahresumsatz 2004 von rund 1,5 Milliarden Euro zu den führenden privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland zählt.
2006
Fresenius Medical Care übernimmt die Renal Care Group in den USA und baut seine marktführende Position aus. Mit einem Netz von rund 2.000 Dialysekliniken in Nordamerika, Europa, Asien, Lateinamerika und Afrika betreut Fresenius Medical Care rund 157.000 Dialysepatienten.
2007
Fresenius wird eine Europäische Gesellschaft (SE)
