Geschichte der Dialyse
|
1913 | |
| 1960 beginnt der erste Langzeitpatient mit chronischem Nierenversagen eine Hämodialyse-Behandlung. Der Amerikaner Clyde Shields lebt 11 Jahre mit der Hämodialyse-Behandlung und stirbt 1971 an einem Herzinfarkt. Die Kosten der Behandlung sind noch sehr hoch. In den USA entscheidet deshalb in den Anfangszeiten der Dialyse ein bis heute anonymes Gremium über die Vergabe der wenigen Dialyseplätze. | |
| 1966 Die ersten Hohlfaser-Dialysatoren bringen bedeutende Fortschritte bei der Behandlungsqualität. An der Entwicklung beteiligt ist auch der heutige Vorsitzende des Vorstands von Fresenius Medical Care, Dr. Ben Lipps. Die industrielle Herstellung der Dialysatoren durch das US-Unternehmen Cordis Dow lässt Ende der sechziger Jahre die Behandlungskosten sinken. Ein bis dahin recht exklusives Verfahren sichert mehr und mehr Patienten das Überleben. | |
| 1979 Fresenius bringt ein neuartiges Dialyse-System mit Ultrafiltrations-Kontrolle auf den Markt. Das Gerät erlaubt eine zuverlässige Überwachung des Wasserentzugs bei der Blutbehandlung, verbessert so die Behandlung deutlich und setzt einen bis heute gültigen Standard für die Dialyse-Behandlung. | |
| 1995 bis 1998 Das neue Online-Verfahren bei der Hämodiafiltration (HDF) macht diese schonende und hocheffiziente Behandlungsmöglichkeit größeren Patientengruppen zugänglich. | |
| 2005 Mit dem neuen Therapiesystem 5008 kann die Online-Hämodiafiltration (ONLINE-HDF) bei noch mehr Patienten angewendet werden, da die Bedienung einfacher ist und der Ressourcenverbrauch optimiert wurde. 2006 Das Therapiesystem 5008 wird mit dem 26. Innovationspreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erwirbt das Unternehmen die Renal Care Group, den drittgrößten Betreiber von Dialysekliniken in den USA, sowie die Phosphatbinder-Sparte von Nabi Biopharmaceuticals. |
- Dialyse kompakt – Über Erfindung, Erforschung und Erfolg der künstlichen Niere (PDF-Datei, 820 KB)
- Dialyse kompakt – Über die Entwicklung und Geschichte der Bauchfelldialyse (PDF-Datei, 279 KB)
