Prävention
Lebensgewohnheiten verändern, Nierenerkrankungen frühzeitig erkennen
Bluthochdruck und Diabetes sind die Hauptursachen von chronischem Nierenversagen. Diesen beiden Krankheiten vorzubeugen heißt, das Risiko eines chronischen Nierenversagens zu vermindern. Dazu wird allgemein empfohlen, Übergewicht zu reduzieren, Sport zu treiben, den Kochsalzkonsum zu verringern, reichlich Früchte sowie Gemüse und wenig gesättigtes Fett essen, auf das Rauchen zu verzichten und den Alkoholkonsum zu begrenzen. Zudem ist es ratsam, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren.
Weitere mögliche Ursachen von chronischem Nierenversagen sind Entzündungen des Nierengewebes, die übermäßige Einnahme bestimmter Medikamente – zum Beispiel von Schmerzmitteln – und andere, zum Teil angeborene Erkrankungen wie die Zystennieren.
Nierenerkrankungen werden oft spät erkannt
Chronische Nierenerkrankungen entwickeln sich oftmals schleichend und anfangs ohne Beschwerden, so dass sie häufig zu spät erkannt werden. Mögliche Krankheitssymptome sind Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (geschwollene Augenlider, Anschwellungen der Beine), Schmerzen beim Wasserlassen oder in der Nierengegend, Blut im Urin, zu geringe Urinmengen (weniger als ein halber Liter pro Tag) sowie ernsthafte Muskelschwäche, Fieber, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Klarheit über das Vorliegen eines Nierenversagens bringt meist eine Urin- und Blutuntersuchung.
Ursachen beseitigen
Chronisches Nierenversagen ist nicht heilbar. Einmal zerstörtes Nierengewebe kann nicht wieder hergestellt werden. Es ist jedoch möglich, die Ursache des Nierenversagens gut zu behandeln. Dann besteht die Möglichkeit, durch Medikamente und eine spezielle Diät die weitere Zerstörung des Nierengewebes zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Funktionieren nur noch fünf bis zehn Prozent des Nierengewebes, besteht ohne eine Dialysebehandlung oder Transplantation Lebensgefahr.
Bei einem akuten Nierenversagen, das etwa durch einen Schockzustand, hohen Blutverlust oder eine Vergiftung verursacht wurde, können sich die Organe bei entsprechender medizinischer Behandlung dagegen wieder erholen. Eine kurzfristige Nierenersatztherapie ist dabei meist unerlässlich. Bis die Nierenfunktion allerdings wieder vollständig hergestellt ist, kann es bis zu einem Jahr dauern.
